Leseprobe: Das grüne Glück

Auszug aus Kapitel V: Das grüne Glück

Ich öffnete die Tür, aus der ich dieses ungewöhnliche Leuchten vernahm und es intensivierte sich.
Es war von einem magischen, grellscheinenden Grün. Augenblicklich verband ich diese Farbe mit dem Stein, den Jimmy mir gegeben hatte. Lenas Amulett schwirrte mir wieder vor Augen herum, Brookes Armband und der grüne Schimmer, welcher aus Jakes Federtasche herausgetreten war.
Das Merkwürdigste an der ganzen Sache jedoch war dieses fremdartige Geräusch. Es war wie ein durchgehendes Klingeln. Kein unerträgliches Klingeln, das in den Ohren schmerzt, wenn man ihm ununterbrochen lauscht, sondern ein angenehmes und beruhigendes, und es würde erst dann in den Ohren schmerzen, sobald es wieder verstummte.
Wie hypnotisiert, angezogen von diesem lieblichen, melodischen Klang, stieg ich die knarrenden Holztreppen hinab, die mich ihm und dem grünen Licht immer näher brachten. Ich dachte nicht weiter darüber nach, dass es mir nicht zustand, irgendwelche versteckten Kammern tief unten im Keller eines fremden Hauses zu betreten und dort herumzuschnüffeln. Mein Hirn war wie betäubt, wie ausgeschaltet.
Ich folgte diesem seltsamen Klirren, das in meinen Ohren nach einer traumhaft feenhaften Melodie klang und dem faszinierenden grünen Schimmern, als wäre es meine Bestimmung. Wie von einer externen, höheren Macht gesteuert, stieg ich in mechanisch gleichmäßigen Schritten die Treppen hinab. Als folgte ich einem Urinstinkt, der tief in mir schlummerte. In jenem Augenblick regte sich tief in meinem Inneren etwas Verborgenes und längst Vergessenes: Ein vergessener Herzschlag, der leise aber stetig war und langsam wieder an die Oberfläche geriet.
Unten angelangt, hielt ich mir die Arme schützend vors Gesicht. Ich blinzelte einige Male, bis sich meine Augen an die extreme Helligkeit dieses grellen Schimmers gewöhnten. Als ich die Arme wieder zur Seite nahm, spürte ich ein leichtes Zittern in der Luft. Ich atmete tief durch und versuchte, die Fassung zu bewahren.
Je länger ich hier unten war, desto stärker ließ meine Konzentration nach. Vor mir erstreckte sich auf dem Boden ein kleiner Berg aus grünen Steinchen – jeder von ihnen sah aus, wie der, den Jimmy mir geschenkt hatte…

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Eine alte Fehde, zwischen zwei verfeindeten Gemeinden.
Ein dunkler Fluch, der ihre Existenz gefährdet.
Eine entzweite Familie, dazu gezwungen, einander zu hassen.
Und zwei Herzen, mit der Bestimmung, sie alle zu erlösen.

Die sechzehnjährige Anastasia (Stacy) zieht unerwartet in die Kleinstadt Longford. Doch mit der Stadt und ihren Stadtbewohnern scheint etwas nicht zu stimmen. Diese seltsamen Blicke, eine Clique, die sich ihr gegenüber ziemlich fragwürdig verhält, diese allumfassende Energie, die sie hier verspürt und was hat es eigentlich mit den „Anderen“ auf sich, die auf die andere Seite der Stadt verbannt wurden?

Die Antworten auf Stacys Fragen lassen nicht lang auf sich warten, jedoch werfen diese nur noch weitere Fragen auf: Schließlich kommt sie einem Geheimnis auf die Spur, dessen Enthüllung ihren Untergang bedeuten könnte, doch sie ist fest entschlossen, die Wahrheit herauszufinden – koste es, was es wolle.

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Bild von DWilliams auf Pixabay
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